„Ich möchte Dir mitteilen,

daß ich meinen Wohnsitz von Wiedensahl hierher nach Mechtshausen in die Nähe des Harzes verlegt habe.‟

(v. 20.1.1899 an Otto Bassermann)

Im Sommer 1898 wird der Pfarrer Otto Nöldeke an die Pfarrstelle in das damals wie heute fast 500 Einwohner zählende Mechtshausen versetzt.
Das Pfarrhaus, das am Dorfrand steht, ist so geräumig, daß nicht nur die Pastorenfamilie einzieht, sondern auch bald die Mutter Otto Nöldekes und deren Bruder Wilhelm Busch.
Von Anfang an genießt der Sechsundsechzigjährige die Naturnähe dieses Ortes: den großen Obstgarten neben dem schlichten Fachwerkbau und den nahe gelegenen Wald. So wählt er als Bleibe im Pfarrhaus die beiden Zimmer aus, die ihm den Blick zum Heber ermöglichen.
Die Mechtshäuser sehen den Einzelgänger Busch seltener im Dorf, eher beim Spaziergang durch die Feldmark oder auf seiner Lieblingsbank am Waldrand.
Seine letzten zehn Lebensjahre verbringt er an diesem idyllischen Ort. Hier entstehen zahlreiche Gedichte, die in den Sammlungen »Zu guter Letzt« und »Schein und Sein« veröffentlicht werden.
Am 9. Januar 1908 stirbt Wilhelm Busch und wird auf dem Friedhof in Mechtshausen beigesetzt.